Joomla TemplatesBest Web HostingBest Joomla Hosting
Increase Font Size Option 6 Reset Font Size Option 6 Decrease Font Size Option 6

Mentaltraining − Fit im Kopf, gelassen im Wettkampf

Autorin: Julia Schneider

Welcher Sportler kennt das nicht: Ein paar Fehler im Wettkampf und schon geht das Kopfkino los. Da braucht man manchmal ein ganz schön dickes Fell. Doch während einige Sportler dieses „dicke Fell” anscheinend von Haus aus mitbringen, brauchen manche Kinder, Jugendliche und Erwachsene Unterstützung dabei, sich dieses aufzubauen, um ihren Sport in jeder Situation genießen zu können und die eigene Leistung wie gewohnt abrufen zu können.

Daher bietet unsere TGM ab sofort ein integriertes Mentaltraining an. „Integriert”, da es nicht als losgelöste Maßnahme daherkommt, sondern von den einzelnen Sportgruppen angefragt werden kann. Unsere Mentaltrainerin kommt dann in Absprache mit dem Übungsleiter in die Gruppe und bietet ein maßgeschneidertes Mentaltraining an, dass sich an den Bedarfen der Sportler/-innen orientiert.

Worum geht´s?

Mentaltraining im Sport beinhaltet eine Vielzahl an Methoden aus der Sportpsychologie, die die soziale, emotionale und kognitive Kompetenz sowie die Belastbarkeit und das Selbstbewusstsein und im weiteren Sinne dadurch das Wohlbefinden fördern sollen. Wichtig ist dabei: Mentaltraining hat nichts mit Therapie zu tun; es ist größtenteils präventiv angelegt. In der TGM werden wir das Mentaltraining in der gesamten Sportgruppe anbieten. Dadurch kann jede/r profitieren, vor allem aber diejenigen, die sich geistig nicht in dem Maße auf ihren Sport konzentrieren können, wie sie es gerne würden.

Bewusste Gedankensteuerung

Unter diesem Begriff kann sich so mancher vielleicht nicht direkt etwas vorstellen, daher hier ein Beispiel: Ein paar junge Sportler sind nervös, da sie vor ihrem ersten größeren Wettkampf stehen. Einzelne Sportler befürchten, sie könnten es mit viel stärkeren Gegnern zu tun haben. Was passiert nun im Kopf dieser Sportler? Sie malen sich diese von Angst gekennzeichnete Situation X-mal aus. Darüber werden sie immer nervöser und die Angst wächst. Mit Hilfe des Mentaltrainings werden die Sportler/-innen nun dazu angeleitet, diese Gedanken umzukehren. Sie sollen sich die Situation so ausmalen, dass sie selbst nach einem kleinen „Misserfolg” (z.B. einem geblockten Angriff) positiv zukunftsgewandt und konstruktiv vorgehen: Stell dir vor, was du tust, nachdem du geblockt wurdest! Achte auf deine Mimik, Gestik, deine Worte. Du bist mit dieser Vorstellung noch nicht zufrieden? Dann überlege dir eine Alternative! Dieses Spielchen wird so oft wiederholt, bis jeder einzelne Sportler eine für sich zufriedenstellende Variante gefunden hat, mit der Situation positiv umzugehen. Diese soll im Kopf ständig wiederholt werden. Durch diese positiv besetzten Gedanken, die sich der Sportler im Vorfeld macht, wird er ruhiger, gelassener und konzentrierter und letztlich somit auch mit mehr Freude an seine Aufgabe herangehen. Dies ist nur eine von vielen möglichen Übungen, die wir je nach Bedarf und Vorlieben der Sportler/-innen individuell auswählen.

Für alle!

Alle Sportler/-innen und Sportgruppen, die an Wettkämpfen teilnehmen, Auftritte bestreiten oder andere große körperliche und mentale Leistungen erbringen müssen (z.B. Langstreckenläufer) können profitieren. Das Mentaltraining in unserer TGM ist überwiegend präventiv ausgerichtet. Es wird in der gesamten Sportgruppe gearbeitet und an den Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmer/-innen angesetzt.

Nachhaltig!

Da das Mentaltraining ein grundsätzliches Wohlbefinden zum Ziel hat, wirkt es sich nicht nur im Sport, sondern meist auch in anderen Lebensbereichen aus. Es wird erlernt, konzentriert und stressfrei mit herausfordernden Situationen umzugehen. Davon profitieren die Sportler/-innen letztlich auch im Schul-/Arbeitsalltag oder im privaten Bereich.

Sozial!

Unsere Mentaltrainerin ist Julia Schneider, Dipl. Sozialpädagogin und Übungsleiterin B „Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter”. Sie leitet die Fachrichtung Sozialpädagogik an der Fachschule für Sozialwesen in Bad Kreuznach und unterrichtet dort unter anderem pädagogische und psychologische Inhalte. Nebenberuflich berät sie Eltern und sozialpädagogische Fachkräfte. Im Mentaltraining sieht Julia einige Parallelen zu ihrer früheren Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin: Hier ging es ebenso häufig darum, Schüler/-innen zu motivieren, ihnen als Vertrauensperson zur Seite zu stehen und Techniken zur Verfügung zu stellen, sich gegen negative äußere Einflüsse zur Wehr zu setzen. Julia musste vor kurzem schweren Herzens ihre Ballspielgruppen in unserer TGM abgeben, da die regelmäßige Verbindlichkeit und die frühen Trainingszeiten nicht mehr mit ihrer hauptberuflichen Situation vereinbar waren. Mit dem Mentaltraining haben wir nun eine flexiblere Möglichkeit gefunden, da dieses nur punktuell eingesetzt wird und nicht mit einer Bindung an eine bestimmte Sportgruppe einhergeht.