Der Depression Beine machen, mit unserer TGMGo Laufgruppe

22. April 2024 | von Andreas Maurer / Paul Nilges

Depressionen werden laut WHO in den nächsten Jahren weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit* sein! Wir helfen den Betroffenen! Unter dem Motto "Der Depression Beine machen" bietet unsere TGM ein Sportangebot an!
Einfach mal die Beine in die Hand nehmen und gegen die Depression "anlaufen"? Das könnt ihr bei unserer Lauf-/Gehergruppe unter der Leitung unseres Diplomsportlehrers Thomas Stehle und dem Psychotherapeuten Paul Nilges.
Mit vielen sympathischen Leuten laufen, schwatzen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Das hört sich nun etwas abgedroschen an, ist es aber bei weitem nicht. Aufgrund des oben beschriebenen Problems haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem betroffene Personen in Laufgruppen, die von einem Übungsleiter und einem Psychologen (ja - die laufen auch mit) betreut werden und einmal pro Woche joggen. 
In unserer Gruppe können ALLE Betroffenen teilnehmen. 
Also kommt alle vorbei und genießt eine tolle Stunde!

Treffpunkt?
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Mombacher Schwimmbads
Obere Kreuzstraße 30, 55120 Mainz

Trainingszeit?
Wir laufen/gehen bei jedem Wetter jeden Dienstag um 18:00 Uhr los und sind ca. 1,5 Stunden unterwegs.
Wir teilen die Gruppe i.d.R. in eine Läufer- und eine Gehergruppe.

Voraussetzungen?
Mindestalter von 18 Jahren und TGM Mitgliedschaft - Nichtmitglieder nutzen unser kostenloses Schnupperangebot

Hintergrundinformationen von Paul Nilges:
Im Rahmen der Veranstaltung „Bewegung und Depression” am 16.09.2019 in Mainz hielt Antje Hammes, Sporttherapeutin, -wissenschaftlerin und Triathletin, einen Übersichtsvortrag. Eindrucksvoll stellte sie die wissenschaftlich belegten Wirkungen von Muskelaktivität auf die Produktion körpereigener Substanzen dar. Etwa 400 davon sind inzwischen bekannt, die direkt oder indirekt aktiviert werden, wenn wir aktiv sind. Am bekanntesten sind Serotonin und Dopamin. Zunehmend rückt auch unser Mikrobiom, also die Darmflora, und die Bedeutung für die Aktivierung der komplexen körpereigenen „Medikamente” in den Fokus der Forschung. Die Wirksamkeit unserer eigenen „Hausapotheke” ist mit der Wirkung bekannter Medikamente durchaus vergleichbar. Verstanden werden allerdings erst in Ansätzen die vielfältigen Wechselwirkungen. Von biochemischen Prozessen auf Zellebene bis hin zur Produktion von Botenstoffen mit positiver Wirkung auf emotionale und körperliche Stabilität sind inzwischen viele Prozesse entschlüsselt.
In Bezug auf die  Umsetzung von Bewegungsprogrammen für Menschen mit Depression ist die organisatorisch vermutlich günstigste Lösung mit der größten zu erwartenden Breitenwirkung, die direkte Anbindung an Sportvereine, wie dies in Mainz durch die TGM Gonsenheim geschieht. In diesen Gruppen entwickeln sich persönliche Beziehungen und Freundschaften, die zusätzlich stabilisierend wirken.
„Organisierte” Bewegung ist eine Ergänzung, Begleitung und/oder Nachsorge bei der Betreuung und Behandlung von Menschen mit Depressionen und kein Ersatz für eine professionelle Therapie.

*) Das Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (Gesundheits-Informations-Service) berät und unterstützt unter der Nr. 0261 39002-40 bei der Therapeutensuche.
Detailinformationen zum Hilfesystem für Menschen mit psychischen Problemen/Erkrankungen und für ihre Angehörigen > psychNAVi Rheinland-Pfalz